Bartsch bekommt Zustimmung für späte Fraktionswahl

Dietmar Bartsch, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Caren Lay, hat den Vorstoß des Linksfraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch begrüßt, die neue Fraktionsführung erst im Herbst und nicht schon Ende Juni zu wählen. "Ich finde es richtig, die neue Fraktionsführung erst später zu wählen", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben). "Denn die allgemeine politische Lage ist im Moment total unübersichtlich. Deshalb sollten wir mit dem jetzigen Team erst einmal weiter machen."

Lay wird als mögliche Wagenknecht-Nachfolgerin gehandelt – zumal nachdem die Parteivorsitzende Katja Kipping in der vorigen Woche erklärt hatte, nicht kandidieren zu wollen. Die beiden gelten als Vertraute. Die Bildungsexpertin der Linksfraktion im Bundestag, Nicole Gohlke, die ebenfalls gehandelt wurde, sagte dem RND: "Wir sind handlungsfähig. Wir haben keine Eile, das zu entscheiden. Aber ich glaube, es ist wichtig, wieder eine Doppelspitze zu haben. Das ließe sich mit einem späteren Termin auch leichter machen. Insofern habe ich nichts dagegen." Sie fuhr fort: "Ich werde nicht kandidieren. Der Vorsitz wäre mit meiner persönlichen Lebenssituation schwer vereinbar." Gohlke hat in München ein kleines Kind.

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