Bund will mit neuer Strategie Weiterbildung stärker fördern

Bundesministerium für Bildung und Forschung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bund, Länder und Sozialpartner wollen die Weiterbildung in Deutschland stärker fördern und dafür unter anderem einen Rechtsanspruch auf das Nachholen eines Berufsabschlusses einführen. "Weiterbildung ist der Schlüssel zur Fachkräftesicherung, zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit für die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes", heißt es in der "Nationalen Weiterbildungsstrategie", über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben) berichten und die an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt werden soll. Man brauche daher "eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland, die Weiterbildung als selbstverständlichen Teil des Lebens versteht".

Ein erster konkreter Schritt zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit soll laut der Strategie ein grundsätzlicher Anspruch auf die Förderung einer beruflichen Nachqualifizierung für Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss sein. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) soll mit Beschäftigten, die arbeitslos werden, innerhalb von drei Monaten Maßnahmen entwickeln – und ihnen dabei auch die Förderung einer Weiterbildung anbieten, "um ihre Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu fördern", heißt es in dem Papier weiter. Geplant sei auch eine Ausweitung der Aufstiegsfortbildungsförderung ("Aufstiegs-Bafög"). Dabei gehe es um eine finanzielle Unterstützung zum Erwerb eines weiteren höheren Berufsabschluss – etwa Meister, Fachwirt oder Fachkaufmann, heißt es in dem Strategiepapier, über das die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. Die Bundesmittel dafür sollen laut der Strategie um 350 Millionen Euro in dieser Legislaturperiode aufgestockt werden. An der Weiterbildungsstrategie waren neben Bundesarbeits- und -bildungsministerium auch Länder und Sozialpartner beteiligt.

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