Schulz kritisiert EU-Postenvergabe

Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit harten Worten kritisiert der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz das Verfahren, bei dem der Europäische Rat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als EU-Kommissionschefin nominiert hat. Die Vorsitzende der französischen rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, habe "immer" behauptet, "dass die EU intransparent ist. Insofern war dieses tagelange Taktieren hinter verschlossenen Türen nur Wasser auf ihre Mühlen", sagte Schulz der "Bild-Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Das werfe auch ein schlechtes Licht auf die Verteidigungsministerin als Kandidatin für den EU-Kommissionsvorsitz: "Frau von der Leyen wird außerdem immer mit der Bürde leben müssen, dass sie das Resultat eines undurchsichtigen Verfahrens war", so der frühere SPD-Vorsitzende weiter. Man müsse objektiv sein: "Auch wenn sie eine Deutsche ist und die erste Frau an der Spitze der Kommission, hätte es bessere Kandidaten gegeben", sagte Schulz.

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