CDU-Vize Strobl prophezeit "Konjunkturprogramm für Schlepper"

Thomas Strobl, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Vizevorsitzende Thomas Strobl teilt die Zweifel von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Vorhaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), jeden vierten im Mittelmeer geretteten Flüchtling in Deutschland aufzunehmen. Die Politik dürfe kein "Konjunkturprogramm für Schlepper" schaffen, sagte Strobl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). "Das Ziel muss sein, diesen Kriminellen das Handwerk zu legen, die die Menschen in Gefahr bringen und ihren Tod in Kauf nehmen."

Sollte mit Seehofers Vorstoß allerdings der Einstieg in eine europäische Quotenlösung gelingen, fügte der baden-württembergische Innenminister hinzu, wäre das "ein gigantischer Fortschritt, der Deutschland hilft". Brinkhaus hatte die Frage aufgeworfen, welches Signal man sende, wenn man pauschal 25 Prozent der geretteten Flüchtlinge aufnehmen wolle. Schlepperorganisationen dürften nicht ermutigt werden, mehr zu machen. "Das war eine Initiative des Innenministers, nicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion", sagte Brinkhaus den Funke-Zeitungen. "Wir werden uns die Pläne von Horst Seehofer daher sehr genau anschauen."

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