Bartels: Bundeswehr könnte im Irak zwischen die Fronten geraten

Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen US-Raketenangriff in Bagdad verlangt der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), von der Bundesregierung eine schnelle Überprüfung des Bundeswehreinsatzes im Zentralirak. "Ob unsere kleine Ausbildungsmission im Zentralirak jetzt noch Sinn ergibt, sollte schnell entschieden werden", sagte Bartels der "Welt am Sonntag". Die Gefahr des "Zwischen-die-Fronten-Geratens" scheine ihm "real zu sein."

Kein Problem sieht der Wehrbeauftragte des Bundestags für die Bundeswehrmission in der autonomen Kurdenregion im Nordirak: "Da hilft die deutsche Präsenz in jedem Fall. Die Kurden möchten mit ihrer Nachbarschaft nicht gern allein gelassen werden", so Bartels. Derzeit befinden sich rund 130 Bundeswehrsoldaten im Irak, davon etwa 30 auf dem zentralirakischen Stützpunkt Tadschi sowie in Bagdad. Die übrigen rund 100 Soldaten sind im Nordirak stationiert. Soleimani war in der Nacht zu Freitag bei einem von US-Präsident Donald Trump angeordneten Raketenangriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden. Er war Kommandant der Al-Quds-Brigaden, die zu den iranischen Revolutionsgarden gehören und für Auslandseinsätze zuständig sind.

Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur