ZDF-Politbarometer: SPD legt zu – FDP verliert

Norbert Walter-Borjans, Saskia Esken, Kevin Kühnert, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD kann in der aktuellen Sonntagsfrage des ZDF-Politbarometers zulegen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD laut der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen auf 14 Prozent und damit ein Prozentpunkt mehr als bei der letzten Umfrage. Unterdessen lässt die FDP um einen Prozentpunkt nach und kommt auf sieben Prozent.

Alle anderen Parteien bleiben unverändert. Die Union kommt auf 27 Prozent, die Grünen auf 23 Prozent, die AfD auf 14 Prozent und die Linke auf neun Prozent. Die anderen Parteien zusammen liegen unverändert bei sechs Prozent. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit, für Grün-Rot-Rot würde es nicht reichen. In einer weiteren Frage sollten die Bürger ihre Meinung über die zukünftige Ausrichtung der Grünen äußern. Für die Zukunft sind die meisten Befragten der Meinung, dass ein weiterer Kurs Richtung Mitte für die Grünen besonders erfolgversprechend ist: 53 Prozent aller Befragten und 46 Prozent unter den Anhängern der Grünen sehen das so. Zehn Prozent bei allen und ebenso viele in den eigenen Wählerreihen glauben, dass ein Kurs stärker nach links der erfolgreichere ist. 29 Prozent (Grüne-Anhänger: 42 Prozent) sehen für die Zukunft keine Notwendigkeit größerer Veränderungen (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Trotz dieser Entwicklung und trotz der zunehmenden Wichtigkeit des Themas Klimawandel traut nur gut ein Drittel (36 Prozent) aller Befragten den Grünen zu, die Bundesregierung zu führen und den Kanzler zu stellen. 61 Prozent trauen das der Partei nicht zu. Die Skepsis in dieser Hinsicht ist besonders stark bei den Anhängern von AfD, FDP und Union ausgeprägt. Bei den Anhängern der Grünen hingehen sehen 71 Prozent die Kanzlerfähigkeit ihrer Partei als gewährleistet an. Die Daten für die Umfrage wurden von der Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 13. bis zum 15. Januar bei 1.282 Wahlberechtigten telefonisch erhoben.

Foto: Norbert Walter-Borjans, Saskia Esken, Kevin Kühnert, über dts Nachrichtenagentur